Herzlich Willkommen!
Auf dieser Seite stelle ich meine Bücher und Buchprojekte vor und teile mit, was in den nächsten Wochen und Monaten so ansteht.
Nach fünf Bänden Tankred habe ich mich auf dem Zeitstrahl wieder um ein paar Jahrhunderte nach vorn gearbeitet und bin bei Barbarossa gelandet. Die neue Reihe Berengar ist bisher auf drei Bände angelegt, deren erster im Juni 2026 erschienen ist. Der Titelheld ist Ministeriale im Dienst von Heinrich dem Löwen und Günstling des Kaisers, für den er in Italien immer wieder die Kastanien aus dem Feuer holen muss. Und wie Tankred nimmt auch Berengar die ungeschriebenen Regeln des Genres nicht ganz so ernst.
Die ersten drei Bände der Tankred-Reihe wurden im September 2024 in Lübeck mit dem Jurypreis des Goldenen Homer ausgezeichnet. Der vierte Band gewann im Folgejahr in Unna den Publikumspreis; der fünfte ist wieder für den Jurypreis 2026 nominiert. Die Preisverleihung findet am 3. Oktober in Erfurt statt.
Köln im Sommer 1154: Berengar, Sohn eines Ministerialen von Herzog Heinrich dem Löwen, widmet sich dem Lotterleben, als ihn die Nachricht vom Tod seines älteren Bruders erreicht. Und plötzlich heißt es Verantwortung übernehmen: Der Herzog steht im Begriff, mit Friedrich Barbarossa zur Kaiserkrönung nach Rom zu ziehen, und Berengar muss mit. Doch bevor es so weit ist, müssen die aufsässigen Mailänder zur Raison gebracht werden. Berengar schleicht sich als Spion in die Stadt ein, doch die Sache geht schief. Auf der Flucht vor dem Lynchmob landet er im Keller des Hauses eines Mailänder Rechtsgelehrten, der eine höchst attraktive Schwiegertochter hat. Doch die heimliche Liebschaft ist nicht von Dauer: Heinrich und Friedrich brauchen ihn bei der Belagerung von Tortona und auf dem Zug nach Rom. Als alles überstanden scheint, erreicht ihn eine alarmierende Botschaft aus dem Norden: Die Burg seines Vaters an der Weser wird angegriffen. Berengar eilt über die Alpen, wo nicht nur ein alter Gegner auf ihn wartet, sondern auch ein streng gehütetes Familiengeheimnis.
1533: Jakob van Heemskerk, Söldner im Ruhestand, dient als Leibwächter der Schwester von Kaiser Karl V. in Brüssel. Eines Tages bekommt er einen delikaten Auftrag: Ernestine, die Tochter des holländischen Statthalters, ist mit dem Täuferpropheten Jan Matthys durchgebrannt, und Jakob soll sie zurückholen. Die Spur führt ihn über Amsterdam nach Münster, wo die Sekte den Weltuntergang erwartet.
Jakob gibt sich als Mitstreiter von Matthys aus und findet Unterschlupf bei Andreas, einem glühenden Anhänger des Propheten. Dessen Schwester Katharina steht den Täufern skeptisch gegenüber, aber Jakob gewinnt ihr Vertrauen. Während Truppen des Bischofs die Stadt einschließen, errichten Matthys und sein Nachfolger Bockelson ein Schreckensregiment. Um an Ernestine heranzukommen, dient Jakob sich als Leibwächter des Propheten an. Als die Söldner des Bischofs sich zum Sturm auf die ausgehungerte Stadt bereitmachen, ist die Zeit reif für den großen Showdown.
Band 1: Frühjahr 882. Eine plündernde Horde Dänen nähert sich dem Kloster Prüm. Die Mönche fliehen mit Schätzen und Reliquien in den Wald, lassen aber die Bibliothek und Tankreds schwer kranken Amtsvorgänger Wolfhelm zurück. Tankred rettet die Bücher und den Alten und macht sich auf dem Weg nach Aachen, wo seine Schwester Judith lebt – der einzige Mensch aus einer verkommenen Verwandtschaft, der ihm etwas bedeutet. Er kommt zu spät: Judith wurde von den Dänen verschleppt, deren Anführer Ivar einen Narren an dem Mädchen gefressen hat. Es beginnt eine wilde Jagd. In einer Dorfkirche begegnet Tankred einem untoten Heiligen, der gleichzeitig ein exzellenter Bogenschütze ist, und in Aachen einer Bande von schlittschuhlaufenden Wikingern, deren Anführer Sven Knurhår ihm den entscheidenden Tipp gibt: Ivar will Koblenz angreifen. Tankred eilt an den Rhein, reiht sich bei den Verteidigern der Stadt ein und es gelingt ihnen, die Dänen zurückzuschlagen. Doch Ivar entkommt und schleppt Judith mit. Von Trier geht es moselaufwärts weiter, wo die Dänen ihre Verfolger bei Remich zur Entscheidungsschlacht erwarten. Im Kampfgetümmel steht Tankred nicht nur Ivar gegenüber, sondern er begegnet auch einem bekannten Gesicht aus der eigenen Verwandtschaft. Und weil er ohnehin kein Heimweh nach dem Kloster hat, beschließt er, die alten Rechnungen ein für allemal zu begleichen.
Band 2: Tankred hat seine Schwester gerettet, aber nicht sein Erbe. Eine Rückkehr ins Kloster kommt für ihn nicht mehr in Frage, also muss er Kaiser Karl persönlich um Begnadigung bitten, bevor er daran gehen kann, seine Stiefmutter Uta und seinen Halbbruder Gerold vom väterlichen Besitz in Maastricht zu vertreiben. Auf dem Reichstag in Worms bekommt er die Gelegenheit dazu, doch Karls intriganter Kanzler Liutward von Vercelli macht die weitere Unterstützung des kaiserlichen Hofes von einer Bedingung abhängig: Tankred soll sich am Kampf gegen die Dänen beteiligen, die sich inzwischen auf der Inselfestung Asselt bei Roermond festgesetzt haben. Tankred wird einer Vorausabteilung zugeteilt, die die Festung auskundschaften soll, lässt sich im Bärenkostüm auf ein Fest einschmuggeln und lernt die Anführer der Wikinger persönlich kennen; auch der gute alte Sven Knurhår ist wieder mit von der Partie. Doch die Belagerung der mitten im Fluss gelegenen Burg gestaltet sich schwierig. Da kommt Tankred eine geniale Idee: Warum nicht einfach die Maas aufstauen?
Band 3: Die Belagerung ist vorbei, die Dänen übergeben Asselt gegen ein horrendes Lösegeld an die kaiserliche Streitmacht. Dummerweise wird das Transportschiff mit der letzten Rate auf der Maas von zwei dänischen Schiffen überfallen. Die Räuber entkommen mit der Beute, und wieder ist es Tankred, der für den Kaiser die Kastanien aus dem Feuer holen muss. Kaum hat er den Schatz wiederbeschafft, stellt Liutward von Vercelli ihm die nächste Aufgabe: Er soll in diplomatischer Mission nach Rom reisen, um den Papst dazu zu bringen, einen unehelichen Sohn des Kaisers zum rechtmäßigen Thronerben zu machen. Natürlich geht unterwegs alles drunter und drüber: Die ehrwürdigen Mitglieder der Delegation entpuppen sich als schamlose Reliquenjäger, bei einem Katakombenbesuch wird ein Mordanschlag auf Tankred und seine Begleiter verübt und bei einer Audienz im Lateranpalast versuchen intrigante Hofschranzen, ihnen einen Giftanschlag auf den Papst in die Schuhe zu schieben. Eine Atempause gibt es auch nach der Rückkehr nicht, denn für Tankred beginnt nun der Kampf um sein Erbe. Sein Stiefbruder hat das väterliche Anwesen zur Festung ausgebaut und dänische Söldner angeheuert, um den Besitz mit allen Mitteln zu verteidigen. Zum Glück gibt es ein paar alte Bekannte und einen geheimen Weg in die Festung, von dem niemand etwas weiß.
Band 4: Die Dänen werden wieder frech, und Tankred, der eigentlich in Ruhe sein Grafenamt in Maastricht versehen will, muss erneut ran: Ein gewisser Ragnar verübt einen Überfall auf sein Anwesen; Tankreds Kinder entgehen der Entführung nur um Haaresbreite. Ragnar ist nicht irgendwer: Wie Tankred bald erfährt, hat der Däne noch eine persönliche Rechnung mit ihm offen. Der Kaiser stellt derweil ein Heer auf, das eine dänische Flotte aus Ostfriesland vertreiben soll. Tankred und seine Freunde machen sich als Vorhut auf den Weg, begegnen unterwegs allerhand schrägen Typen und stoßen schließlich auf die Dänen, bei denen Ragnar inzwischen die Führung übernommen hat. Bevor Tankred sich Ragnar vorknöpfen kann, wird er verwundet. Ragnar entkommt. Zurück in Maastricht, droht schon wieder neues Unheil: Der Dänenfürst Gottfried, der sich in Friesland breitgemacht hat, hat eine Verschwörung gegen den Kaiser angezettelt, um sich noch mehr Land unter den Nagel zu reißen. Am Ende trachtet jeder jedem nach dem Leben, keiner traut keinem und niemand ist der, der er zu sein vorgibt. Als die Gefahr endlich gebannt ist, gönnen sich Tankred, Gauzbert und Lupus ein Pfeifchen mit dem Kraut, das sie in Verdun einem arabischen Händler abgeluchst haben.
Band 5: Nachdem Gottfried durch einen von Tankred ausgeheckten Mordanschlag kaltgemacht wurde, könnte im Norden Ruhe einkehren, aber Siegfried, Gottfrieds alter Kampfgefährte (und Tankreds Patenkind, wenn man die Tauf-Farce in Band 4 als gültiges Sakrament ansehen will), schart dessen Männer um sich und terrorisiert die Kanalküste. Kaiser Karl, inzwischen auch zum Herrscher des Westfrankenkreiches erhoben, muss sich um das Problem kümmern. Er schickt Tankred und den alten Haudegen Heinrich von Babenberg nach Löwen, wo Siegfried sein Hauptquartier eingerichtet hat, doch der Überfall schlägt fehl und der Däne entkommt über die Flüsse - mit Tankreds bestem Freund Gauzbert als Gefangenem. Tankred macht sich an die Verfolgung, die ihn bis nach Rouen führt, wo Siegfrieds Streitmacht am Fluss ein Lager aufgeschlagen hat. Es gelingt Tankred, seinen Freund zu befreien, doch kurz darauf knacken die Dänen die letzte Brückenfestung auf der Seine vor Paris. Graf Odo, der mit der Verteidigung betraut ist, ruft Tankred zu Hilfe. Der schafft es gerade noch, Paris zu erreichen, bevor Siegfried die Stadt einschließt. Paris ist gut gesichert, aber in der Stadt hält sich ein Verräter auf, der die Verteidigung sabotiert. Während Tankred fieberhaft versucht, den Verräter zu enttarnen, gerät seine dänische Gespielin Alva unter Verdacht. Als auch noch Odos Frau entführt wird, bleibt Tankred nichts anders übrig, als sich selbst im Austausch als Geisel in Siegfrieds Hände zu begeben. Zum Glück ist sein dicker Freund Sven Knurhår nicht weit ...
Rom 1566: Der junge Novellant Michelangelo ist ständig auf der Suche nach pikanten Geschichten, die er hemmungslos verdreht und zu sensationstriefenden Gazetten verarbeitet. Auf einer Messe zur Läuterung von Prostituierten lernt er die in Würde und Wohlstand gealterte Kurtisane Mercuria kennen, die seine Vermieterin wird. In ihrem Haus lernt er den Bildhauer und Antikenfälscher Gennaro kennen, mit dem er kurz darauf bei einer Raubgrabung auf ein Skelett mit einer skurrilen Besonderheit stößt. Was zuerst nur nach einer weiteren haarsträubenden Räuberpistole für seine Gazetten aussieht, wird bald zu einer Reise in die Vergangenheit: Begleitet von Rückblenden auf Mercurias Leben rollt Michelangelo die Geschichte des Toten auf und kommt dabei nach und nach hinter sein Geheimnis. Er blickt dabei plündernden Landsknechten über die Schulter, wird von einem Kardinal als Schnüffler verpflichtet, deckt die wahren Gründe für einen der größten Skandale des Jahrhunderts auf, verliebt sich in eine Tochter aus gutem Haus, die derbe Gedichte schreibt und hilft Mercuria, die Rechnung ihres Lebens zu begleichen.
Der Roman erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der durch einen Schlag auf den Kopf sein Gedächtnis verloren hat und auf der Suche nach seiner Identität einem steinreichen Seidenhändler, dessen flugmaschinenbauenden Zwillingsbruder, einem exilierten türkischen Prinzen, einem schwer angeschlagenen Leonardo da Vinci, einem wahrscheinlich von ihm in seinem früheren Leben geschwängerten Mädchen mit äußerst losem Mundwerk und einer ganzen Reihe weiterer schräger Gestalten begegnet. Nebenbei gibt es einen Mord aufzuklären. Dabei stellt sich heraus, dass der eine oder andere von Pandolfos vermeintlich neuen Bekannten in seinem früheren Leben schon einmal seinen Weg gekreuzt hat.
Bevor ich bei Rowohlt gelandet bin, habe ich ein paar Jugendbücher geschrieben, die auch von Erwachsenen gelesen werden können ("all-age books" im Verlagsjargon) und im Coppenrath-Verlag veröffentlicht wurden. Der zweite (Schattenspieler) wurde ins Russische übersetzt und sollte eigentlich im Herbst 2020 an Don und Wolga auf den Markt kommen. Leider erfuhr ich im April 2022, dass die Erscheinung abgesagt wurde, weil die Darstellung der russischen Soldaten bei den Zensurbehörden Anstoß erregt hatte. Inzwischen ist wohl kaum noch damit zu rechnen, dass das Buch in Russland noch erscheint.
Daneben schreibe ich nicht nur Bücher, sondern verlege auch welche – zunächst Stadtgeschichten, seit einiger Zeit aber auch Bildbände und Stadtführer. Diese Bücher erscheinen im Tertulla-Verlag, den ich vor einigen Jahren zusammen mit zwei alten Freunden gegründet habe. Soweit ich der Autor dieser Bücher bin, stelle ich sie auch auf dieser Webseite vor. Man bekommt sie in den betreffenden Städten im Handel, ansonsten kann man sie in jedem Buchladen oder direkt beim Verlag bestellen.